Eine bittere 32:30 Auswärtsniederlage musste die erste Herrenmannschaft des TV Ruchheim beim Lokalderby bei der SG Assenheim/Dannstadt hinnehmen.

Die Fassungslosigkeit über den Spielverlauf bei den Anhängern der Gäste war nach dem Abpfiff deutlich zu spüren. Man präsentierte sich aus Ruchheimer Sicht schwach und konnte nur kurzzeitig Glanzpunkte setzen. Lediglich in der Anfangsphase der Begegnung überzeugte der TV Ruchheim mit einer aggressiven Abwehrarbeit und schönen Kombinationen im Angriff. Immer wieder nutzte man durch schnelles Umschalten technische Fehler der Gastgeber aus.  Eine 6:11 Führung war die konsequente Folge.

Die Schmitt-Sieben verpasste es jedoch, diesen Trend fortzusetzen und sich so von weiteren, "nicht beeinflussbaren Faktoren" unabhängig zu machen. Vielmehr gab man den Hausherren Schützenhilfe, indem man im Angriff klare Möglichkeiten ausließ und hinten zu passiv agierte, so dass der Dannstadter Rückraum ohne Gegenwehr aus zweiter Reihe einnetzten konnte oder den besser postierten Kreisläufer in Szene setzte. Erschwerte Bedingungen für die Gäste aus Ruchheim war die zahlenmäßige Unterlegenheit auf dem Feld, die aus einigen fragwürdigen Zweiminutenstrafen resultierte. So kamen die Hausherren zur Halbzeit bis auf ein Tor heran (13:14).

In Halbzeit zwei bot sich das gleiche Bild: Die SG stand mit ihrer defensiv ausgerichteten 6:0-Abwehr stabil und die Ruchheimer "Lachse" hatten an diesem Tag Mühe, leichte Tore aus der zweiten Reihe zu erzielen. So setzte sich der Aufsteiger kontinuierlich ab und zog mit fünf Toren Vorsprung davon.
Die Partie schien gelaufen. Kurz vor Spielende kam Ruchheim wieder bis auf ein Tor heran. Doch in Unterzahl gelang es der Schmitt-Sieben nicht mehr die Sensation herbeizuführen. In den letzten Spielsekunden markierten die Gastgeber den Endstand von 32:30 und zogen somit in der Tabelle am TV Ruchheim vorbei. Trostpflaster ist der Punktverlust der Wörther, die gegen die HSG Wernersberg/Annweiler nicht über ein Unentschieden hinaus kamen, aber weiterhin mit 17:3 Punkten an der Tabellenspitze verweilen. Dahinter die beiden Verfolger aus Dannstadt und Ruchheim mit 15:5 Punkten, die nach diesem Spieltag die Plätze tauschten.

Am Samstag den 01.12 gastieren die Südpfälzer der SG Albersweiler/Hauenstein/Ranschbach um 20 Uhr beim TV Ruchheim. Kommen Sie und sorgen Sie mit ihrer Unterstützung dafür, dass wir weiterhin zu Hause ungeschlagen bleiben.

Lang lebe der Lachs

 

Die "Rheinpfalz"  schreibt zu dieser Begegnung in ihrer Ausgabe vom 27.11.2012:

Im Stile einer Spitzenmannschaft

Handball: Pfalzliga-Aufsteiger SG Assenheim/Dannstadt besiegt TV Ruchheim 32:30 und rückt auf Platz zwei vor

HOCHDORF-ASSENHEIM. Die SG Assenheim/Dannstadt ist erster Verfolger von Tabellenführer TV Wörth. Mit einem 32:30 (13:14)-Erfolg über den TV Ruchheim schob sich der Aufsteiger an den Ruchheimern vorbei auf den zweiten Tabellenplatz der Handball-Pfalzliga.Auf die Frage, ob seine Mannschaft eine echte Spitzenmannschaft sei, muss Peter Geiger, Trainer der SG Assenheim/Dannstadt, lachen: „Soll ich vielleicht sagen, dass die Tabelle nicht lügt?“ Tatsache ist, dass der Aufsteiger sich nach fast der Hälfte der Saison in der Spitzengruppe festgesetzt hat. „Zumindest um den Abstieg spielen wir wohl nicht mehr“, sagt Geiger deshalb.Den Sieg verdienten sich die Gastgeber, weil sie sich auch vom zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand (5:10, 16.) im ersten Durchgang nicht aus der Ruhe bringen ließen, sondern weiter an die eigene Chance glaubten und im zweiten Durchgang die Partie drehten. Geiger begründete dies mit dem großen Kampfgeist seiner Mannschaft und der Abwehr, die sich nach der Rückumstellung vom ungewohnten 5-1 auf die gewohnte 6-0-Variante immer mehr steigerte. Florian Amberger kämpfte aufopferungsvoll und wurde zum Turm in der Schlacht. „Wir haben in dieser Saison schon häufiger sieben und sogar acht Tore Rückstand aufgeholt. Deshalb wissen wir, dass da noch immer etwas geht“, sagte Geiger.

Ruchheims Trainer Ralf Schmitt nannte weitere Gründe für den Heimsieg: „Wir hätten heute 30 Prozent besser sein müssen, um die Ungleichbehandlung durch die Schiedsrichter auszugleichen.“ Er fühlte sich vom Ludwigshafener Gespann Andreas Tigl und Eckart Weber verschaukelt: „Das war unsere dritte Niederlage in dieser Saison und zum dritten Mal haben uns dabei diese beiden gepfiffen“, begründete er. Schmitt verhehlte dabei aber auch nicht, dass er mit seinem Team nicht uneingeschränkt zufrieden war: „Norbert Mielenz hatte im Angriff einen rabenschwarzen Tag und in der Abwehr haben wir zu viele Tore über den Kreis bekommen.“

Schwächen, die von der Spielgemeinschaft im Stile einer Spitzenmannschaft ausgenutzt wurden. Auch wenn Peter Geiger das gar nicht gerne hörte: „Wenn wir wirklich eine wären, dann hätten wir die fünf, sechs Tore Vorsprung am Ende sicher nach Hause gespielt und es wäre nicht noch einmal eng geworden. So mussten die Gastgeber zwei Minuten vor Schluss noch einmal zittern, weil Ruchheim mit Treffern durch Mielenz und Fabian Scriba in Unterzahl noch einmal den 29:30-Anschluss schaffte. Aber spätestens mit Patrick Kleins 32:30 16 Sekunden vor dem Ende war der Sieg in trockenen Tüchern.

SO SPIELTEN SIE:

SG Assenheim-Dannstadt: Kern, Sommer (ab 58.) – Klein (4), Müller (1), Schmitt (7/1) – Schubing (1), Göttert (1) – Amuser (9) – Hungerbühler (3), Bebber, Frisch (3), Amberger, Neff (3), Seyfried –

TV Ruchheim: Vollbrecht, Scharfenberger (ab 31.) – Senck (1), Arentz (10/1), Mielenz (4) – Löwenmuth, Rahause (6) – Maslowski (4) – Senk (1), Scriba (3), Steiger, Pfohlmann, Pflüger (1)

Spielfilm: 4:6 (10.), 5:11 (16.), 13:14 Hz., 19:15 (38.), 29:23 (52.), 30:29 (59.) – Zeitstrafen: 3/9 – Siebenmeter: 2/1 – 2/1 - Beste Spieler: Kern, Amberger, Neff – Scharfenberger, Vollbrecht - Zuschauer: 120 - Schiedsrichter: Tigl/Weber (Edigheim/Oggersheim). (env) 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.276
Datum: Dienstag, den 27. November 2012
Seite: Nr.21

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