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Da war da noch...
Freitag, 23. Juli 2010
... ein TVR-Homepage-Reporter, der nach getaner Arbeit im Kraftraum eigentlich nach Hause wollte, jedoch von einem starken Regenguss davon abgehalten wurde. Anstelle nutzlos zu warten entschied er sich, an einer Trainingseinheit der Herren I teilzunehmen.

So mischte er sich unter das Volk der Lachse und wäre von seiner Statur her eigentlich kaum aufgefallen. Und dennoch gelang es dem "Undercover-Agent" nicht, sich unerkannt einzuschleichen: Der geschärfte Blick des Trainers traf ihn mit aller Härte aus dem Nichts und sofort war das "schwarze Schaf" in "schwarzwen Socken" erkannt. Schon gröhlte die Meute nach Sanktionen gemäß dem Mannschaftsstrafkatalog - nun denn: Eigentlich hätte es der Eindringling ja wissen müssen, denn "Finanzminister" Daniel Arentz hatte im Lachs-Interview ja ausdrücklich auf die schwarzen Socken hingewiesen. Man wird sich sicher irgendwie gütlich einigen können.

Sodann stand ein 12-Minuten-Hallenrundlauf an, wobei mal zu überprüfen wäre, ob des Trainers Stoppuhr  nicht doch etwas zu langsam tickt. In Wirklichkeit waren es wohl eher "gefühlte" 17 Minuten. Die weitere Erfahrung daraus: Das Angriffs- und Kontertempo der Handballer ist doch um etliches höher, als ein gemütlicher 10-Kilometer-Lauf. Von der bislang hochgelobten "Homogenität der Mannschaft" war dabei jedoch rein gar nichts zu spüren: Einer drehte seine Runden (verletzungsbedingt) entgegen der allgemeinen Laufrichtung und kollidierte folglich des öfteren, ein anderer überrunde den Rest so nach schätzungsweise jeder zweiten Runde, weitere ca. drei Gruppen folgten ihrem individuellen Stiefel und einer trabte locker  und gemütlich nebenher. Seine Muskelmassen ließen offensichtlich kein größeres Tempo zu. Gleichwohl wunderte er sich noch, weshalb alle anderen nach 12 Minuten Tempolauf total verschwitzte T-Shirts hatten, während sein eigenes noch furztrocken war.

Die dann folgenden Konditionierungsübungen waren unserem Eindringling von seiner  Altherrengymnastik zwar weitgehend bekannt, jedoch bei weitem nicht in dieser Intensität und Schnelligkeit. So reifte die weitere Erkenntnis, dass Handballtraining eine durchaus harte und schweißtreibende Arbeit ist. Nur gut, wenn es trotz aller Ernsthaftigkeit noch etwas locker zugeht und der Spaß dabei nicht zu kurz kommt.

Zum Glück hatte es mittlerweile aufgehöhrt zu regnen und so schlich sich unser Reporter schweißgebadet und fix und alle aus der Halle, sah zu, dass er unter die Dusche kam, gönnte sich zwei Weizenbier und verfasste derweil diesen Artikel, während die übrigen Lachse sicher noch lange und intensiv weiterschwitzen mussten.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 12. August 2010 )