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Nach einer kleinen Pause setzten wir heute die Lachs-Interviews mit Philipp Maurer, dem "stolzesten Papa der Welt" fort. Unsere HP-Redaktion hat sogar einen Lösungsvorschlag ausgearbeitet, wie er auch in der nächsten Runde Familie und Mannschaft unter einen Hut bringen kann.
 Philipp Maurer TVR-HP: Herr Dr. Maurer, wir begrüßen sie zum Lachs-Interview.
Philipp: Also den Dr. müssen wir hier schleunigst entfernen, sonst bekomme ich noch Probleme weil ich mit Titeln schmücke, die ich nicht habe. Gleichwohl strebe ich zur Zeit den Dr. jur als Doktorand an einem Lehrstuhl der Uni Mannheim an.
Bis dahin und auch darüber hinaus belassen wir es doch lieber bei Philipp
TVR-HP: In welchen Fällen können wir dich künftig konsultieren?
Philipp: Wohin es mich mal verschlägt, kann ich noch nicht sagen, aber als Jurist muss man sich theoretisch mit allem auskennen und wenn nicht, muss man halt bei völliger Ahnungslosigkeit den Wissenden überzeugend spielen.
Ihr könnt also jederzeit mit allem zu mir kommen: Für alte Freunde tut man doch alles!
TVR-HP: Du wurdest im Januar stolzer Vater von Tochter Thea. Wie fühlt man sich in dieser Rolle?
Philipp: "Stolzer Vater" trifft's ganz gut, "stolzester" vielleicht noch eher.
Unsere Thea hat schon einige Dinge verändert in unserem Leben. Das fängt schon damit an, dass ich keinen Wecker mehr brauche, weil sie das morgens meistens übernimmt. Als Vater fühlt man sich natürlich toll, wenn man von sich behaupten kann, an der Entstehung des kleinen Würmchens nicht ganz unbeteiligt gewesen zu sein. Man beobachtet die Kleine sehr viel und freut sich über alles neu Erlernte wie Krabbeln, Drehen, Greifen und so weiter.
TVR-HP: Welche Position innerhalb einer Handballmannschaft hältst du vergleichbar mit der Vaterrolle?
Philipp: Da fällt mir wohl am ehesten der Trainerposten als Äquivalent ein. Der Trainer soll uns ja schließlich auch etwas beibringen und er freut sich, wenn er Fortschritte erkennt und seine Anweisungen umgesetzt werden. Diese Vaterrolle übernimmt bei uns ja Vaso Goncin und ich würde ihn durchaus als guten "Handballvater" bezeichnen. Man kann von ihm in Bezug auf Handball viel lernen, aber auch menschlich ist er vorbildlich.
Alles in allem, sind Handball und Familie für mich aber doch zwei verschiedene Welten. Bei der Vaterrolle sind letztlich andere Dinge entscheidend als auf dem Handballfeld und das ist auch gut so.
TVR-HP: Sind bei deiner Tochter denn schon handballerische Talente erkennbar?
Philipp: Bis jetzt habe ich noch nichts erkennen können, was darauf schließen lässt. Aber immerhin: Ihre Verteidigung am Wickeltisch ist nicht übel. Um ans Ziel zu gelangen, muss man schon hochkonzentriert an die Sache rangehen, so flink wie sie ist. Kleinste Fehler werden eiskalt bestraft. Sicherlich wird sie sich auch mal sportlich betätigen und wenn es nicht gerade Hammerwurf oder Gewichtheben ist, ist mir die Sportart ziemlich egal.
TVR-HP: Beruf und Familie werden dir in der nächsten Runde wohl weniger Zeit für die Mannschaft lassen. Trotzdem wirst du von ihr als erfahrener Hase dringend gebraucht. Wie bekommst du das unter einen Hut?
Philipp: Ob ich das unter einen Hut bekomme, weiß ich noch nicht. Das mit der Erfahrung stimmt wohl, ich bin ja jetzt schon ein paar Jährchen dabei und viele in unserer Mannschaft sind noch sehr jung. Deshalb schadet es nicht, wenn auch bei unseren "Youngsters" ein Schuss eigene Erfahrung dazu kommt. Andererseits habe ich auch keine Gewissensbisse, die ganze Sache etwas ruhiger angehen zu lassen. Wir haben genug erfahrene und dennoch junge Spieler, die die Mannschaft führen. Ich denke jetzt nur an Daniel Arentz, Sascha Pflüger oder Basti Scharfenberger, wobei das keine abschließende Aufzählung ist. Wir sind trotz unserer Jugend nicht ganz unerfahren und ich werde mich, soweit es die Zeit zulässt, auch einbringen. Aber man sollte meinen Einfluss nicht überbewerten: Ich bin glücklicherweise nicht unverzichtbar!
TVR-HP: Wenn das "Maurer-Duo" auf dem Platz steht, ist das schon fast die halbe Miete für einen Sieg. Ebenso fehlt ihr aber auch fast immer gleichzeitig zum Leidwesen des Trainers. Was ist da als los?
Philipp: Dass wir beide die halbe Miete für den Sieg sein sollen, klingt zwar schön, entspricht aber wohl nicht ganz der Wahrheit. Die Jungs spielen auch ohne uns ganz gut. Mit uns ist's natürlich leichter, weil dann auch zwei Leute mehr da sind um zu wechseln.
Deshalb trifft es den Trainer natürlich immer hart, wenn wir beide gleichzeitig absagen müssen.
Allerdings: Wenn Robby und ich gemeinsam fehlen, dann sind meist familiäre Verpflichtungen die Ursache. Ich denke, das soll und muss man nun mal akzeptieren. So schön der Mannschaftssport auch ist, so gibt es aber auch ein Privatleben. Und beides kann man eben nicht immer unter einen Hut bringen.
TVR-HP: An dieser Stelle wollen wir dir mal ein ganz dickes Dankeschön für deine prägnanten, objektiven aber auch selbstkritischen Spielberichte der abgelaufenen Runde aussprechen. Sie hatten wesentlichen Anteil, dass unsere Besucherzahlen deutlich gestiegen sind.
Philipp: Dieses Lob freut mich; ich reiche es aber auch gerne an die HP-Redaktion weiter, die die Berichte immer zügig und mit schönen Bildern versehen einstellt.
Die Sache mit den Spielberichten hatte mich schon länger gewurmt. Jeder andere Verein hatte immer ein paar Zeilen zu den Spielen und unsere schöne neue Website war, was das anging, nicht gut aufgestellt. Dabei ist das ganze auch für die Außenwirkung enorm wichtig. Denn das Bild des Vereins wird zwar natürlich hauptsächlich durch die Auftritte bei den Spielen geprägt, andererseits aber auch durch die Homepage. Daher dachte ich mir, wenn man es nicht selbst anpackt und sich darum kümmert, wird das nie etwas. Ich schreibe den lieben langen Tag ohnehin recht viel und ein Spielbericht ist ja nicht so schwer zu verfassen. Damit ich keinen Blödsinn schreibe, wird er immer noch mal gegengelesen von anderen Mitspielern wie etwa Dennis, Basti oder Fabi.
TVR-HP: Dieses Engagement ist vorbildlich und von unserer Seite nur allen anderen TVR-Mannschaften zu empfehlen. Können sich unsere Leser daran auch in der nächsten Saison erfreuen? Leider gab auch es einige "Aussetzer", wenn du einmal nicht beim Spiel dabei warst.
Philipp: Natürlich wünsche auch ich mir eine lückenlose Spielberichterstattung über alle Begegnungen. Ich werde das Thema deshalb im Mannschaftsrat ansprechen, damit die TVR-Homepage-Besucher stets auf dem Laufenden bleiben.
TVR-HP: Philipp, es hat großen Spaß gemacht, uns mit dem stolzesten Papa der Welt zu unterhalten. Und was dein künftiges Engagement für den TVR betrifft: Es gibt ja auch noch Omas und Opas, die Enkelin Thea während eines Trainings oder Spiels sicherlich sehr gerne hüten. Falls sie dadurch mal ein Spiel versäumen sollten, können sie den Spielverlauf dann immer noch auf unserer Homepage nachlesen!
In der Serie "Nachgehakt bei den Lachsen" sind bisher erschienen:
Dennis Straub
Fabian Scriba
Sascha Pflüger
Crhistian Müller
Ragnar Vollbrecht
Laslo Eidt
Sebastian Scharfenberger
Daniel Arentz
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